2013-10-09

Flugzeugsitze: Komfort zeigt sich in den Details

Luftfahrt
Foto: Austrian Airlines

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Sitzabstände spielen zweifelsfrei eine wichtige Rolle, wenn es um den Komfort in Flugzeugen geht. Jede Airline hat dazu eine eigene Philosophie. Und doch wollen wir diesem speziellen Komfort-Aspekt heute gar nicht auf den Grund gehen. Stattdessen richten wir Ihren Blick auf etwas anderes, auf den Sitz an sich. Welche Typen von Flugzeugsitzen gibt es auf Europastrecken in der Economy-Class überhaupt? Und was steckt hinter deren Konstruktion?


Mehr Effizienz durch Slim-Sitze

Wenn Fluggesellschaften über die Bestuhlung nachdenken, stehen zwei Faktoren meistens im Fokus: Effizienz und Komfort. Paradebeispiel für Optimierungen in diesem Bereich ist die neue Generation von Slim-Sitzen. Hersteller wie Recaro, ZIM oder Zodiac produzieren Modelle mit besonders schmalen Querschnitten. Deren Geheimnis liegt in der Bauweise im Kern. Die Rückenlehne ist zum Beispiel eine Hartschale aus Karbonfaser und die Innenstruktur aus stabilem und dennoch leichtem Aluminium.

Jetairfly // Foto: Pro Sky

Im Vergleich zu früheren Sitzen lassen sich dadurch einige Kilo Gewicht einsparen. Das rechnet sich für die Fluggesellschaften, weil mit jedem Kilogramm Gewicht auch der Kerosinbedarf sinkt. Als Passagier merken Sie diese Innovation meistens durch einen größeren Sitzabstand. Austrian Airlines schenkt Ihnen dadurch zum Beispiel je nach Klasse bis zu zehn Zentimeter mehr Beinfreiheit. In den Fokker-Jets von KLM Cityhopper sind es in der Economy-Class vier Zentimeter mehr, in Business acht. Durch Slim-Sitze lassen sich auch mehr Sitzreihen in einem Flugzeug installieren, ohne dass es dabei zu Komfort-Einbußen für Passagiere kommt. Beispielsweise genießen Fluggäste in den modernen Embraer 190 der belgischen Jetairfly (gehört zu TUI) den gleichen Sitzplatzabstand, obwohl die Maschinen der Jetairfly über 1-2 Sitzreihen mehr verfügen als bei anderen Betreibern dieses Typs.

 

Foto: Brussels Airlines

Komfort zeigt sich auch in den Details

Selbst wenn die neuste Generation Slim-Sitze installiert ist, liegt der Unterschied zwischen den Fluggesellschaften manchmal im Detail. Brussels Airlines hat zum Beispiel auch die Sitztasche aus dem unteren Bereich der Lehne an das obere Ende verschoben. Dadurch entsteht wertvoller zusätzlicher Raum im Kniebereich. Ähnliches gilt für die Kleiderhaken, die von der Rücklehne auf die Seite gewandert sind. Jacken baumeln nun nicht mehr zwischen den Beinen. Ein kleiner aber feiner Komfortgewinn.

Foto: Transavia

Bequemes Leder 2.0

Neuste Materialien wirken aber nicht nur im Inneren der Slim-Sitze. In den Kurz- und Mittelstreckenflotten der Airlines werden Stoffbespannungen mehr und mehr durch moderne Lederbezüge ersetzt. Der Clou: Es handelt sich meistens um ein sogenanntes „E-Leather“, wie es zum Beispiel Condor in allen Airbus-Maschinen implementiert, die neu ausgeliefert werden. Ein Mischgewebe aus echtem Leder und einer Kunstfaser. Das Ergebnis ist eine Bespannung, die sich bequem und warm wie Leder anfühlt, aber deutlich beständiger und pflegeleichter ist.

Foto:Luxair

Besondere Konzepte für individuellen Sitzkomfort

Trotz der Standardisierung in der Luftfahrt nutzen Fluggesellschaften das Sitzlayout auch, um sich von Wettbewerbern zu differenzieren. Die niederländische Transavia (gehört zu KLM) hat sich zum Beispiel für E-Leather in einer frischen Farbe entschieden und eine auffällige Struktur einprägen lassen (siehe Foto). Die britische Titan Airways setzt dagegen in einem neu erworbenen Airbus A320 auf Flexibilität. In der Hälfte aller Sitzreihen lassen sich die Mittelplätze in Tische verwandeln. Das ist Business-Class-Feeling selbst für große Gruppen. Und Luxair geht ganz andere Wege. In ihren modernen Boeing B737-800 haben sich die Luxemburger gezielt gegen Slim-Sitze entschieden. Stattdessen wurden in den Mittelstrecken-Jets neue Sitze installiert, die eigentlich nur auf Langstrecken eingesetzt werden. Passagiere genießen daher eine aufwändigere Polsterung und sogar bequeme Kopfstützen zum Ausklappen.

Sitz ist nicht gleich Sitz und Flugzeug nicht gleich Flugzeug. Das gilt besonders, wenn Sie bei Flugzeugchartern aus einem großen Angebot an Maschinen auswählen können. Für den richtigen Durch- und Überblick sorgt Pro Sky. Fragen Sie Ihren Client Service Manager nach den Details.


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