2014-02-04

Pro Sky Analyse zum Fußball-Event 2014: Flughäfen in Brasilien am Limit

Luftfahrt
News: Pro Sky Analyse zum Fußball-Event 2014: Flughäfen in Brasilien am Limit

Nur noch wenige Monate bis zum großen Fußballfest in Brasilien, dem Land der großen Distanzen. Fans werden während des Turniers viele Strecken mit dem Flugzeug zurücklegen müssen. Höchste Zeit also, um einen genauen Blick auf die Rahmenbedingungen an den Flughäfen zu werfen. Pro Sky, der Spezialist für maßgeschneiderte Fluglösungen, hat dabei Interessantes entdeckt. Auslastung, Service-Qualität und Baustellen - die Flugprofis geben wertvolle Einblicke.


 

Brasilien ist ein Land der Superlative. Unter anderem boomt die Wirtschaft auf Rekordniveau. Aber auch in der Fläche setzt der fünftgrößte Staat der Erde Maßstäbe. Beachtliche 3.130 Kilometer sind es zum Beispiel von Manaus bis nach Porto Alegre, beides Austragungsorte für das sportliche Mega-Event. Bei diesen enormen Distanzen sind Flüge für Gäste und Fans unausweichlich. Deshalb hat Pro Sky die Luftfahrt-Infrastruktur einmal genau unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse zeigen einige Herausforderungen für Gruppen, die während des Turniers im Land unterwegs sind.

Flughäfen in fast allen Austragungsorten jetzt schon am Limit

Gibt es an den Flughäfen zum Beispiel freie Kapazitäten, um Tausende zusätzlicher Passagiere abzufertigen? Pro Sky zweifelt daran. Mit Ausnahme von Rio de Janeiro-Galeão und Recife arbeiten in allen Austragungsorten die Flughäfen bereits am Limit. „Engpässe in der Passagierabfertigung können an Spieltagen zu Verzögerungen und Unbequemlichkeiten für die Gäste führen“, analysiert Armin Truger, CEO von Pro Sky.

Rio de Janeiro-Galeão - Foto: Empresa Brasileira de Infraestrutura Aeroportuária

Wenig Restaurants und Shops, hohe Preise und keine U-Bahn

Brasilien ist berühmt für seine Lebensfreude. Das Personal an den Flughäfen wird die Gäste sicherlich mit herzlicher Gastlichkeit begrüßen. In der Service-Infrastruktur sieht Pro Sky allerdings Schwachstellen. So ist die Auswahl an Shops und Restaurants aktuell sehr klein. Obendrein bieten diese zu sehr hohen Preisen an. Das sind keine verlockenden Aussichten für Reisende. Unkomfortabel könnte auch die Anfahrt zum Flughafen werden. Mit Ausnahme von Porto Alegre verfügt keiner der Austragungsorte über eine U-Bahn, die das Terminal mit der Stadt verbindet.

Bauarbeiten teilweise im Rückstand und fehlende Parkplätze für Flugzeuge

Eine wichtige Frage ist auch, ob die Bauarbeiten an den Flughäfen bis zum Turnier abgeschlossen werden können. In Manaus und Natal sind die Erweiterungen der Terminals am weitesten vorangeschritten. Curitiba, Porto Alegre und Fortaleza liegen dagegen im Zeitplan zurück. Und selbst wenn die Abfertigungsgebäude rechtzeitig fertig werden, deutet Pro Sky auf ein Problem hin, das an anderer Stelle entstehen könnte. Auf Vorfeldseite fehlt es vielen Airports an Parkflächen für Flugzeuge. Das kann zu Engpässen in der Abfertigung führen. Lichtblick: Während des Turniers sollen viele Service-Mitarbeiter von anderen Flughäfen in die Austragungsorte versetzt werden.

Pro Sky Strategie: Rahmenbedingungen frühzeitig beeinflussen

Besonders Gruppen werden während des Turniers an den Flughäfen vor einigen Herausforderungen stehen. Pro Sky hat deshalb eine Strategie entwickelt, um Fans und Gästen ein optimales Reiseerlebnis zu bieten. „Wir suchen schon früh den Kontakt zu den Fluggesellschaften, Behörden und Flughäfen“, erläutert CEO Armin Truger. So können die Flugprofis die Rahmenbedingungen positiv beeinflussen. Darüber hinaus werden eigene Flight Manager zum Turnier an allen Flughäfen der zwölf Austragungsorte sein. „Das sind unsere persönlichen Qualitätsmanager und Guides für die Gruppen vor Ort“, so Armin Truger.

Alle Ergebnisse der Analyse wurden in einem White-Paper (in englischer Sprache) zusammengefasst


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