2015-07-29

Silicon Valley Tour: 5 Trends in 5 Wochen // Teil 3

Pro Sky News
News: Silicon Valley Tour: 5 Trends in 5 Wochen // Teil 3

Schlägt das Herz der Automobil-Branche schon längst im Silicon Valley? Beim Blick in die Medien könnte man das meinen. Immerhin residiert Mercedes-Benz bereits seit fast 20 Jahren hier und entwickelt zum Beispiel in Sunnyvale die bahnbrechenden Technologien der Zukunft. Und ständig drehen die Autos von Google ihre Runden. Doch bedeutet Mobilität mehr als das vieldiskutierte autonome Fahren. Mathias Haas DER TRENDBEOBACHTER. schafft den Rundumblick. Er entdeckt ultraschmale City-Autos, sich selbst zusammenkoppelnde Busse und „Schuhkartons“ für den Weltraum.


Bewegung, aber bitte mit System
Neue Ansätze für die Mobilität von morgen

 

Blickt man auf das Thema Mobilität, ist seit Monaten ein Thema ganz oben auf der Agenda: Googles Self-Driving Car Project. Sicher, autonomes Fahren wird jeden von uns in Zukunft betreffen. Aber intelligente Mobilitätskonzepte können sehr unterschiedliche Ansätze haben. Es geht nicht nur um Technologien, sondern um Ideen. Und wer die Konzepte von morgen sucht, sollte ungewöhnlich denken.

Rick Woodbury (l.) und sein ultraschmales Ein-Personen-City-Auto - Foto: HAAS. DER TRENDBEOBACHTER.

 

So wie Emmanuele Spera, Mitbegründer und CEO von „next“. Geht es nach ihm, braucht vor allem das öffentliche Verkehrssystem ein dringendes Update. Sein Lösungsvorschlag: Ein aus Modulen bestehendes Transportsystem. Diese „Koppelwagen“ (natürlich autonom unterwegs, wir sind schließlich im Silicon Valley) sollen sich dann in voller Fahrt zu immer neuen Einheiten verbinden.

 

Oder wie wäre es mit einem ultraschmalen Ein-Personen-City-Auto? Dann schauen Sie hier einmal rein:

Standardisierung als Schlüssel zum Erfolg

Gespickt mit intelligenter Technik, aber im Alltag gescheitert? Entscheidend für den Erfolg neuer Mobilitätskonzepte ist unter anderem die ausreichende Verfügbarkeit für den Nutzer (Stichwort: „Kritische Masse“). Und dann kommt noch etwas anderes wichtiges dazu. Es ist die Standardisierung. Ein Effekt, auf den auch die NASA setzt.

Neuester Coup der US-Raumfahrtbehörde: „CubeSats“, kostengünstige Kleinsatelliten. „Diese Satelliten sind ein Paradebeispiel dafür, wie wir mittels Standardisierung neue Anwendungsbereiche erschließen können“, verrät NASA-Wissenschaftler Dr. Kai Goebel unserem Pro Sky-Botschafter Mathias Haas im Gespräch.

Ein geöffneter CubeSat - Foto: wikipedia

 

 

CubeSat – Der Winzling im Weltraum

 

11,35 x 10 x 10 cm und maximal 1,33 kg schwer: CubeSats, die „Zwerge unter den Satelliten“, haben ein streng standardisiertes Format. Nicht ohne Grund: Als Nutzlast fliegen sie als Begleiter auf Raketen mit. Hochschulen, aber auch private Unternehmen, können auf diese Weise kostengünstig eigene Satelliten in den Weltraum befördern. Der zunehmende Einsatz der CubeSats – etwa zur Erdbeobachtung oder zur Kommunikation – ist nicht unumstritten. Befürworter versprechen sich nicht weniger als eine „Demokratisierung des Kosmos“, Kritiker warnen vor Weltraumschrott. 

Mobilität am Flughafen – ganz neu gedacht

Unkonventionelle Ideen, die auf den ersten Blick sogar utopisch anmuten – Davon kann auch die Aviation-Branche profitieren. Einige schöne Anregungen hat ein von den Pariser Flughäfen veranstalteter Wettbewerb zu Tage gebracht. Aufgabe: Die Mobilität am Flughafen zu verbessern. Dazu gehörten zum Beispiel Elektroroller, die mit dem Smartphone angefordert werden können. Oder auch ein System von Transportkapseln, die Gäste zu den Gates bringen. Der Clou: Die Fahrtzeit könnte für das Check-in oder Sicherheitskontrollen genutzt werden. Sehr unkonventionell gedacht. Wir werden sehen, welche Konzepte es in den Alltag schaffen werden.

Silicon Valley, Paris oder der Weltraum. Unsere Mobilität ist ein hohes Gut. Und in Zukunft werden uns viele intelligente Konzepte noch viel mobiler machen.

 

 

 

 

 


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