Weltweite Verbindungen wiederherstellen, wenn Luftverkehrskorridore schließen
Wenn wichtige Drehkreuze ausfallen, wird die Wiederherstellung von Verbindungen zu einer 24/7-Aufgabe für spezialisierte Teams. Erfahren Sie, wie Flugzeugcharter unter realen Einsatzbedingungen koordiniert werden.
Plus Ultra am Flughafen Frankfurt | French Bee bereitet sich auf den Abflug nach Paris vor
Wenn zentrale Luftverkehrskorridore schließen, sorgt eine branchenweite 24/7-Koordination dafür, weltweite Verbindungen wiederherzustellen – auch mithilfe von Flugzeugchartern.
Wie The Guardian kürzlich berichtete, passieren täglich fast 300.000 Passagiere große Airline-Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Katar. Rund zwei Drittel davon befinden sich im Transit zwischen verschiedenen Ländern. Seit dem 28. Februar haben Störungen im Luftraum und im Flughafenbetrieb in Teilen der Golfregion unmittelbare globale Auswirkungen: Reisende sind nicht nur in der Region gestrandet, sondern weltweit – oft mitten auf ihrer Reise und ohne Verbindung zu ihrem endgültigen Ziel.
Während das Luftfahrtsystem aktuell keine direkte Entlastung für Menschen in unmittelbaren Konfliktgebieten schaffen kann, hat sich hinter den Kulissen eine andere Form der Unterstützung entwickelt. Airlines, Behörden und spezialisierte Teams haben branchenweit in bemerkenswert kurzer Zeit reagiert, um Verbindungen über Flugzeugscharter Stück für Stück wiederherzustellen.
In den vergangenen Wochen war auch unser Expertenteam bei PRO SKY Teil dieser Einsätze. Gemeinsam mit Partnern haben wir Ad-hoc-Flugoperationen von Colombo, Ras Al Khaimah, Riad, Malé, Mauritius und Muscat organisiert. Unterstützt wurden diese Einsätze von Kolleginnen und Kollegen in Deutschland, Frankreich und Brasilien, während Teammitglieder vor Ort in Dubai und Riad die lokalen Abläufe koordinierten.
Wie sieht das konkret in der Praxis aus?
Zunächst einmal bedeutet es vor allem eines: enormen Zeitdruck.
Viele Anfragen gingen über das Wochenende ein, Verträge wurden innerhalb weniger Stunden unterzeichnet, und Flüge starteten bereits 24 bis 72 Stunden später. Ab dem Moment der Bestätigung liefen die Einsätze praktisch durchgehend.
„Arbeitszeiten? Durchgehend – mit ein bisschen Schlaf dazwischen.“
Hinter dieser Aussage steckt ein hochkomplexer, stark komprimierter Prozess. Verfügbarkeit von Flugzeug und Crew muss gesichert werden, Verkehrsrechte sowie Überflug- und Landegenehmigungen müssen eingeholt werden. Parallel dazu koordinieren die Teams Slots, Bodenabfertigung, Crew-Rotationen sowie die Einhaltung von Sicherheits- und Versicherungsanforderungen. Eine Airline positionierte ihre Crews im Vorfeld an internationalen Flughäfen, um schnellstmögliche Abflüge zu ermöglichen und gleichzeitig sämtliche gesetzlichen Dienstzeitregelungen einzuhalten. Auch mehrere europäische Botschaften spielten eine wichtige Rolle, indem sie Genehmigungen über diplomatische Kanäle unterstützten.
In einem Fall blieb selbst nach Erhalt aller Genehmigungen bis zuletzt Unsicherheit:
„Kann das Flugzeug innerhalb der Versicherungsauflagen starten? Was passiert, wenn Verzögerungen beim Check-in dazu führen, dass wir das Abflugfenster vor Sonnenuntergang verpassen?“
Das sind keine theoretischen Risiken. In solchen Situationen können Minuten darüber entscheiden, ob ein Flug durchgeführt werden kann oder nicht. Zugangsmöglichkeiten und Abstimmungsprozesse unterscheiden sich zudem stark je nach Standort.
Eine weitere Herausforderung war die operative Transparenz. Öffentlich verfügbare Flugverfolgungssysteme auf Basis von ADS-B-Empfängern, die auf einem globalen Netzwerk bodengestützter Empfänger beruhen, waren in einigen Regionen weniger zuverlässig. Das erschwerte die Echtzeitverfolgung von Flugpositionen und Zeitplänen.
Trotz all dieser Rahmenbedingungen konnten Lösungen umgesetzt werden. Letztlich zeigt sich der Erfolg in den Ergebnissen für Reisende und Unternehmen. Wie ein Kunde nach kürzlich durchgeführten Flügen berichtete:
„Wir haben geschafft, was letzte Woche fast unmöglich schien. Dank Ihres Engagements und Ihrer Professionalität bei der Planung und Durchführung komplexer Ad-hoc-Charterflüge konnten wir nahezu 100 % unserer Gäste befördern – und sogar anderen Reiseveranstaltern mit freien Kapazitäten helfen.“
Möglich wurde dies durch die enge Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Branche. Unser besonderer Dank gilt FLY4, French Bee, Plus Ultra und Smartwings für ihre Flexibilität und ihren Einsatz unter außergewöhnlichen Umständen.
Wir wünschen allen Betroffenen in dieser herausfordernden Zeit Sicherheit und Zuversicht.
Just Miles Ahead.Flugzeugcharter für Gruppen
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